Herbst 2020

Es zeichnen sich einige Verfahren als ausgesprochen wirkungsvoll ab:

Ausreißen: In dem einen Gebiet in Wiesloch wurden 2017 ca. 1500 Pflanzen ausgerissen. 2018 waren es ca. 300 und 2019 rund 50. Das waren 7 Einzelfundstellen, aber 2020 gab es nur ein verspätetes Pflänzchen, das erst im August gekeimt hat und vermutlich keine Samen entwickeln kann.

Ackerwirtschaft: In Sankt Leon und Sandhausen hat sich gezeigt, dass auch eine Bearbeitung des Ackers wirksam ist, Felder die in vergangenen Jahren noch hunderte oder gar tausende Pflanzen hatten, sind nach 2-3 Jahren der Bearbeitung fast frei, ich musste nur einige wenige Pflanzen entfernen. Allerdings war dieser Nachgang sehr wichtig, da sich hier sehr früh Ambrosia entwickelt hatte, schon im Juli sehr groß. Diese wären sicher alle zur Samenreife gekommen und hätten den Erfolg zunichte gemacht

Abmähen: Das bietet sich an Straßenrändern an. Die Erfolge zeigten sich in Walldorf und Sandhausen. Ehemals große Vorkommen haben jetzt wenige oder keine Exemplare. Das Abmähen sollte ab Juli im Abstand von 4 Wochen erfolgen. Das kollidiert mit einem Problem des Naturschutzes, das speziell in unserer Region existiert: da Straßenraine wenig gemäht und nicht gedüngt werden, existieren dort viele Pflanzen, die an anderer Stelle selten geworden sind. Beispiele sind Goldsterne, Bockriemenzunge, Pyramiden-Hundswurz, Büschel-Nelke und Schaben-Königskerze. Von daher ist es wichtig, den Straßenabschnitt genau einzugrenzen und auch zu beobachten, da sich beim Abmähen einzelne Pflanzen hinter Pfosten, Barken, Schildern und Leitplanken verstecken können — und damit den ganzen Erfolg zunichte machen können.

Es besteht aber weiterhin das Problem, dass die bekannten Flächen – und nicht nur die – für mindestens 40 Jahre kontrolliert werden müssen. Also nicht nur unsere Generation sondern auch die unserer Kinder müssen mit der Aufgabe betraut werden.

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